Konzert mit Mäkkelä 2025

Folk Noir: Mäkkäle begeisterte am Sonntag, 27. 4. 2025 in der Kunstmühle

Mit seinen poetisch dunklen Songs – nicht ganz zu unrecht immer wieder als „Folk Noir“ gelabelt – ist der Finne Mäkkelä sicherlich einer der derzeit spannendsten Künstler der europäischen Songwriter-Szene. Schmerzhaft schönes Songmaterial, das die Folk-Tradition des Storytelling ins 21. Jahrhundert rettet, gepaart mit einer, so, selten zu sehenden Bühnenpräsenz und Intensität, haben den Performer zu einem der herausragenden Live-Acts des Genres gemacht.

Mäkkelä’s konsequent am Mainstream Vorbeischrammen, brachte ihm zwar über die Jahre einen Kulturpreis der Stadt Nürnberg, eine Nominierung für den Deutschen Folk Award, Aufträge für Theatermusik und eine loyale Anhängerschaft ein, für die breite Masse ist das aber nach wie vor einfach zu sperrig. Besserung eher nicht in Sicht. Emotionale Shows irgendwo zwischen Strummer, Cohen und Waits.

Seit dem Release seines aktuellen Albums„Škoda blue and the black legged Jesus“ im Oktober 2024 ist Mäkkelä auf Tournee, die ihn in den vergangenen vier Monaten durch Polen, Tschechien, die Slowakei, Schweiz, Frankreich, Spanien und Deutschland geführt hat. Ein Parforce-Ritt von einem, der besessen ist. Von der Kunst des Performens, von den Geschichten die auf den Seitenstrassen und in den Hinterzimmern der Welt darauf warten gepflückt zu werden. Vielleicht einer der letzten, reisenden Storyteller im Wortsinn.

„Mäkkelä spielt den Soundtrack für das Roadmovie des eigenen Lebens, bitter, verzerrt und doch auf seltsame Weise schön.“(Folker)“

Workcamp mit dem Internationalen Bauorden 2025

Internationales Workcamp in der Kunstmühle Flachslanden
Sieben Freiwillige aus vier Ländern schaffen neuen Musikraum und Artist-in-Residence-Bereich

Am 17. August 2025 startete in der historischen Kunstmühle Flachslanden ein zweiwöchiges internationales Workcamp des Internationalen Bauordens. Sieben engagierte Freiwillige aus Deutschland, Ghana, China und Vietnam werden gemeinsam ein Gebäude der  Rohrmühle zu einem Musikraum und Artist-in-Residence-Bereich umgestalten.

Die Kunstmühle Flachslanden, ein lebendiges Zentrum für Kunst und Kultur in der mittelfränkischen Gemeinde, erweitert damit ihre Möglichkeiten für künstlerische Projekte und internationale Begegnungen. Das historische Mühlengebäude wird durch die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Bauorden eine neue Nutzung als kreativer Arbeitsraum für Musikerinnen und Musiker sowie als Residenzbereich für Gastkünstler erhalten.

„Diese internationale Zusammenarbeit ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Kultur und ehrenamtliches Engagement Hand in Hand gehen können“, erklärt Lisa Renz-Hübner von der Kunstmühle Flachslanden. „Die Freiwilligen bringen nicht nur ihre Arbeitskraft mit, sondern auch ihre unterschiedlichen kulturellen Perspektiven, die unser Projekt bereichern.“

Der Internationale Bauorden organisiert seit Jahrzehnten Workcamps, bei denen junge Menschen aus aller Welt gemeinnützige Bauprojekte verwirklichen und dabei interkulturelle Erfahrungen sammeln. Das Projekt in Flachslanden fügt sich nahtlos in diese Tradition ein und verbindet praktische Arbeit mit kulturellem Austausch.

Interessierte sind herzlich eingeladen, das Projekt zu unterstützen. Freiwillige können auch tageweise mithelfen und dabei das internationale Team kennenlernen.

Die Kunstmühle Flachslanden plant, den neuen Musikraum und Artist-in-Residence-Bereich nach Fertigstellung für Konzerte, Workshops und Künstleraufenthalte zu nutzen und damit das kulturelle Angebot in der Region weiter zu stärken.

Weihnachtsliedermitsingkonzert 2025

WeihnachtsSingen in der Kunstmühle Flachslanden – 

Das Weihnachtslieder-Mitsing-Konzert

Wenn der erste Advent naht, der Duft von Plätzchen in der Luft liegt und die Tage kürzer werden, lädt die Kunstmühle Flachslanden e.V. zu einem ganz besonderen musikalischen Erlebnis ein: Am Samstag, den 29. November um 17 Uhr, verwandelt sich die historische Rohrmühle in Flachslanden in einen Ort des gemeinsamen Singens, Hörens und Staunens. Beim „WeihnachtsSingen – Das Weihnachtslieder-Mitsing-Konzert“ stehen keine großen Showeffekte im Mittelpunkt, sondern die Freude am Miteinander und an der Musik.

„Wir möchten mit dem WeihnachtsSingen eine Atmosphäre schaffen, in der alle einfach mitsingen dürfen – ohne Druck, ohne Perfektion, einfach mit Herz“, sagt Sängerin und Stimmbildnerin Sabine Hausner, die das Publikum am Piano mit viel Charme und Wärme durch den Abend führt. Unterstützt wird sie dabei von Rainer Schreiner, der mit seiner Cajón für den rhythmischen Puls sorgt.

Ein Abend voller Musik und Begegnung

Das Konzept ist so schlicht wie wirkungsvoll: Bekannte Weihnachtslieder, Hits von gestern und heute, Lieder, die jeder kennt – und alle singen mit. Schon nach wenigen Minuten entsteht aus dem Publikum ein großer, lebendiger Chor. „Es ist jedes Mal erstaunlich, wie schnell die Menschen anfangen, sich zu öffnen, zu lächeln und mitzusingen“, erzählt Sabine Hausner. „Da spürt man, dass Musik verbindet – über Generationen, Stimmen und Herkunft hinweg.“

Für Hausner ist der Abend auch eine Rückkehr in die Heimat. Die gebürtige Leutershäuserin, die seit über zwanzig Jahren im Rheinland lebt, freut sich besonders auf das Wiedersehen mit alten Bekannten. „Ich bin schon so lange weg, aber Franken ist und bleibt ein Stück Heimat. Dass ich nun in der Kunstmühle auftreten darf, wo so viel Herzblut und Engagement für Kultur spürbar sind, bedeutet mir sehr viel“, sagt sie.

Mitveranstalter Philipp Renz von der Kunstmühle Flachslanden fügt hinzu: „Sabine und ich kennen uns tatsächlich schon ewig – aus einer Zeit, als ich noch Schlagzeuger bei der Band One the Way in Schalkhausen war. Das war Mitte der 90er. Umso schöner, dass sich unsere Wege jetzt wieder kreuzen – in einem ganz neuen, aber ebenso leidenschaftlichen musikalischen Kontext.“

Ein besonderer Ort für besondere Momente

Die Kunstmühle Flachslanden hat sich zu einem lebendigen Kulturort im ländlichen Raum entwickelt. In der historischen Rohrmühle – deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen – finden immer wieder Konzerte, Ausstellungen und Lesungen statt. Der Verein engagiert sich dafür, Kunst und Gemeinschaft in Einklang zu bringen und die Mühle als Raum für Begegnung zu öffnen.

„Wir wollen Kultur dort lebendig machen, wo man sie nicht unbedingt erwartet – mitten auf dem Land“, erklärt Lisa Renz-Hübner, Vorsitzende des Vereins. „Das WeihnachtsSingen passt wunderbar in dieses Konzept: Es bringt Menschen zusammen, schenkt Freude und zeigt, dass Kultur nicht elitär sein muss, sondern aus der Gemeinschaft entsteht.“

Gemeinsam singen, gemeinsam feiern

Ob „Leise rieselt der Schnee“, „Feliz Navidad“ oder moderne Weihnachtshits – beim WeihnachtsSingen ist für alle etwas dabei. Der Eintritt ist frei, Spenden für die kulturelle Arbeit der Kunstmühle sind willkommen. Für warme Getränke und adventliche Atmosphäre ist gesorgt.

Beginn ist um 17:00 Uhr. Warme Kleidung wird empfohlen – die alte Mühle ist charmant, aber trotz Feuertonnen nicht überheizt.

„Das Wichtigste ist: niemand muss gut singen können“, sagt Sabine Hausner mit einem Lächeln. „Man muss nur Lust haben, mitzumachen.“


Infos & Kontakt

WeihnachtsSingen – Das Weihnachtslieder-Mitsing-Konzert
Samstag, 29. November 2025
Uhrzeit  17 -18 Uhr 
Kunstmühle Flachslanden, Rohrmühle, 91604 Flachslanden

Eintritt frei – Spenden willkommen

Kinder sind willkommen

Kontakt:
Kunstmühle Flachslanden
E-Mail:lisa@leo-n.de

Am Rand von Zeit und Welten

„Schön, dass zumindest die meisten hergefunden haben – und jetzt müsst ihr bitte ein bisschen zusammenrücken.“ Ungewöhnliche Worte für die Eröffnung einer Vernissage. Aber die Kunstmühle Flachslanden ist noch ein ganz neuer Kulturort und Navis tun sich mit der Adresse schwer. Dafür sind die Nachbarn um so netter und leiten amüsiert Kulturinteressierte aus dem ganzen Landkreis in die Kunstmühle.

Dort haben sich zur Vernissage von Maria Semmer so viele Menschen eingefunden, dass der Platz in der historischen Scheune bei Punsch und Glühwein langsam knapp wird. Zeit also, die Ausstellung „Am Rand von Zeit und Welten“ zu eröffnen.

Fotos: Raphael Rother

Vereinsgründerin Lisa Renz-Hübner bedankt sich bei der Eröffnungsrede vorab noch bei all denen, ohne die die Ausstellung nicht möglich gewesen wäre: Viele fleißige Hände, die über die letzten Wochen und Monate aus dem ehemaligen Pferdestall der historischen Mühle einen charmanten Ausstellungsraum geschaffen haben. Und bei der Stiftung Bundespräsident Theodor Heuss Haus, dem Verein Neuland gewinnen und dem Thünen Institut für Regionalentwicklung, die über das Förderprogramm „Land lebt doch“ speziell Initiativen in ländlichen Regionen fördern. „Wir möchten gemeinsam darüber nachdenken, wie die leerstehenden Gebäude in den ländlichen Regionen genutzt werden können. Der ländliche Raum verändert sich und wir möchten daran mitarbeiten, dass Menschen gerne hier leben und Raum für Kultur und Austausch haben“, fasst Lisa Renz-Hübner die Grundgedanken der Kunstmühle zusammen.

Für Familien gab es im Oktober schon eine Veranstaltung mit der Hula-Hoop-Künstlerin Carmen La Tanik, jetzt also eine Ausstellung der Fotografin Maria Semmer. Die natürlich ganz anderes Publikum anzieht. Viele Kulturschaffende und -interessierte aus dem Landkreis haben sich eingefunden.

Maria Semmer führt die Menschen durch die Ausstellung. Ihre Werke fügen sich perfekt in diesen besonderen Raum, wurden zum Teil eigens dafür geschaffen. Die Fotografien von Maria Semmer erzählen von Träumen, Zwischenwelten und Geistern. Sie laden den Betrachter ein, in mystische Welten zu reisen und diese mit den Augen eines Träumers zu sehen. Verlassene Häuser und verwunschene Orte in der Natur erzählen Geschichten, die sich in lebende Bilder verwandeln. Dafür ist die Kunstmühle der perfekte Ausstellungsort. Denn Wurzeln symbolisieren auch Verbundenheit, Ursprung, Heimat. Und stellt damit natürlich Fragen nach der Veränderung, Vergänglichkeit und auch Erneuerung von Heimat und unseren Wurzeln. Die Atmosphäre der Kunstmühle hat die Künstlerin sofort inspiriert, hier nicht nur Bilder aufzuhängen, sondern wirklich Räume zu gestalten.
Die Besucherinnen und Besucher waren durchwegs begeistert und kauften gleich vier der ausgestellten Kunstwerke schon am ersten Eröffnungstag.
Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 15. Dezember 24 jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr in der Kunstmühle Flachslanden, Kellern 5, zu besichtigen. Der Eintritt ist frei, über Spenden freut sich der Kulturverein.

Carmen LaTanik!

Fotos: Raphael Rother

 

Carmela, 1,56 m groß,140 PS (!), ist eine durchgeknallte Tänzerin, liebenswerte Akrobatin und Virtuosin mit Hula-Hoops, die Äpfel mit einem einzigen Hüftschwung spaltet. Unterwegs mit ihrem lila Lastwagen, Beifahrer Günter Hans Joachim, eindrucksvolle 50 cm groß, und einer Horde dressierter Reifen präsentiert sie ihren „Circus Carmela“. Dort ist sie Direktorin, Künstlerin, Technikerin und Fahrerin zugleich. In ihrer aktuellen Show CarmeLaster bewegt, belebt und bespielt sie den 7,5 -Tonner in einem wilden Mix aus visuellem Theater und autobiografischer Comedy. Ist es Zirkus, ist es Theater? Auf jeden Fall ist alles echt! Klischees kommen bei ihr einfach unter die Räder – die vom fahrenden Volk und das von den echten Kerlen und den starken Maschinen sowieso. Denn wo Carmela Station macht, kann plötzlich alles passieren!

Ein einzigartiges Zirkus (-und-trotzdem-ist-alles-echt) -Theaterstück mit und auf einem lila Laster!

Toll, dass diese geballte Energie so tolle Akrobatik auf die Kunstmühle in Flachslanden gebracht hat!

 

Land lebt doch!

2024 durften wir als Neulandgewinner Ost-West Teil des Netzwerks der Neulandgewinner werden.
In diesem Zusammenhang haben wir auch mit der Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus zusammengearbeitet. Und die stellen uns dort charmant und präzise auf ihrer Internetseite folgendermaßen vor – wir zitieren:

„Kunstmühle Flachslanden

Eine alte Mühle als künstlerischer Ort – Lisa Renz-Hübner

Lisa Renz-Hübner

Rohrmühle Flachslanden: Das ist eine alte Mehlmühle von 1439, die im Lauf der Jahrhunderte schon dreimal abgebrannt und wiederaufgebaut wurde – in völliger Alleinlage, zwischen zwei Flüssen liegend. Die nächstgelegene Stadt ist Ansbach mit etwa fünfzigtausend Einwohnenden. 2021, im Jahr des Jahrhunderthochwassers, hatten Lisa Renz-Hübner mit ihrem Mann – beiden entstammen der Kulturbranche – diese Mühle gefunden, einen Ort mit viel Raum und Platz, „ein großer Schatz“, so ist die Journalistin Lisa Renz-Hübner sicher.

Im Grunde genommen besteht der Schatz aus sieben Gebäuden, darunter Haupthaus, Sägewerk, Scheune, Zahlhaus und Bedienstetenhaus – alle in unterschiedlichen Zuständen. „Wir können nicht fertig werden damit“, sagt sie lachend und meint damit Renovierung und Sanierung – das könne dann die nächste Generation fortführen und: „Wir können aber nicht abwarten – deswegen haben wir schon mal mit einem Bonsaikonzept losgelegt.“ So hat es bereits eine erste interaktive Ausstellung mit dem Künstlerkollektiv LEO N. gegeben, wobei es um die Bayrische Verfassung ging. In den Räumen hatten sie jede Menge alte Urkunden gefunden und damit gearbeitet.

In der Mehlmühle mit Kunst die Brücken zwischen Menschen schlagen

Erstaunlich war die Erfahrung, dass ein völlig anderes Publikum kam als gedacht, Leute, mit denen sie nicht gerechnet hatten – und die brachten verschiedene Sachen mit, „weil sie so heimatverbunden“ sind. In diesem Modell möchten sie bleiben und selber auf Schatzsuche gehen, Verborgenes, Zurückgelassenes entdecken und die Menschen dazu einladen, die kleine Hidden Gallery zu durchstöbern. Idee ist, die Leute einzeln oder zu zweit in die Räume zu lassen, sich mit ihnen auszutauschen, damit es Bonsai bleibt. Für eine künftige Reihe wie „Kunst macht Ferien“ kann sich Lisa Renz-Hübner alles Mögliche vorstellen, von Leseabend am Kamin über Konzert unplugged bis hin zu bildender Kunst aus der Region. Am liebsten aber würde sie zunächst Werke von ihrer Tandem-Partnerin Anna Barth ausstellen. Das ist natürlich noch völlig geheim – Hidden Gallery eben!“