Ererbte Scholle

   

Ein Tisch, ein Stuhl, ein Raum, der so viel älter als die Verfassung ist.
Fundstücke von 1729 bis 1946.
Die Vergangenheit ist stofflich in diesem Raum noch sehr präsent. Der Verfall, die Veränderung umgibt die Besucher:innen während ihres kompletten Aufenthalts.
Maximal eine halbe Stunde haben die Menschen Zeit, ihre Anmerkungen in die aktuelle Version der Verfassung zu schreiben.

Anonym, ohne nachfolgende Wertung.

Was brauchen wir noch? was kann weg? was ist falsch formuliert? was ist unverständlich? Was fehlt?

Am 11. Dezember wird das fertige Buch mit den Kommentaren der Mensch in den Landtag gebracht und nach der Präsentation dort ausgestellt.
Anschließend geht es auf eine Wanderausstellung quer durch Bayern.

Einen Verfassung als Grundlage soll alle Zeiten und Lebensentwürfe mitdenken und kann es doch unmöglich schaffen. Organisiertes Scheitern oder die Chance permanenter gemeinsamer Erneuerung?

Mit „Ererbte Scholle“ gibt das Künstlerkollektiv Leo N. der Veränderung einen physischen Denk-Raum. Und lädt ein, die Zukunft mitzugestalten. Weit weg von Politik und Großstadtglamour.